Angiosarkom

Letztmals aufdatiert: 2021-07-03

Autor(en): Rahel Bianchi

Livingston und Klemperer 1926; Caro und Stubenrauch 1945, Wilson-Jones 1964,  Löwenstein 1906, Stewart und Treves 1948, Kaposi, 1872

  • Malignes Angioendotheliom
  • Angiosarkome
  • Malignes Angioendotheliom
  • Malignes Hämangiosarkom
  • Lymphangiosarkom
  • angioplastisches Sarkom der Kopfschwarte
  • Malignes Hämangioendotheliom

Idiopathisches/klassisches Angiosarkom bei älteren Menschen:

  • aktinisches Angiosarkom
  • angioblastisches Sarkom der Kopfschwarte
  • angiosarcoma of the scalp and the face
  • Hämangioendotheliom der Kopfhaut malignes
  • Hämangioendotheliom malignes
  • idiopathisches Angiosarkom
  • klassisches Angiosarkom
  • Lymphangiosarkom der Kopfhaut
  • Angioblastisches Sarkom der Kopfschwarte
  • scalp angiosarcoma

Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom:

  • Angiosarkom bei chronischer Lymphstauung
  • Lymphödem assoziiertes Angiosarkom
  • Postmastektomie-Lymphangiosarkom
  • Stewart-Treves-Syndrom

Angiosarkom nach Radiatio:

  • postradiation angiosarcoma
  • strahleninduziertes Angiosarkom

Epitheloides Angiosarkom:

  • epithelioid angiosarcoma

Kaposi Sarkom:

  • Angiomatosis Kaposi
  • Angioretikulomatose
  • idiopathisches multiples Pigmentsarkom Kaposi
  • Morbus Kaposi
  • Kaposisarkom
  • Kaposi Sarkom
  • Kaposi's sarcoma
  • M. Kaposi
  • Idiopatisches, multiples Pigmentsarkom Kaposi
  • Teleangiektatisches Pseudosarkom
  • Sarcoma idiopathicum Kaposi
  • Sarcoma idiopathicum multiplex haemorrhagicum

Sammelbegriff für seltene (2% aller Weichteilsarkome) besonders den älteren Menschen betreffende, von den Endothelzellen der Blut- oder Lymphgefässe ausgehende maligen Tumore, welche in der Kutis oder Subkutis entstehen und sich sekundär auf tiefgelegenere Weichteile ausbreiten und in verschiedene Untergruppen unterteilt werden können.

  • Angiosarkome sind generell selten, sie machen ca. 1-2% der Weichteilsarkome und 5% der kutanen Sarkome aus. 50-60% der Angiosarkome sind jedoch kutan lokalisiert.
  • Die Inzidenz liegt bei 0.01/100´000 Personen/Jahr
  • Es erkranken besonders Patienten zwischen 50-95 Jahren, wobei der Peak in der 8. Dekade liegt. Beim Angiosarkom der tiefen Weichteile ist zu beachten, dass alle Altersgruppen inkl. Kinder und Jugendliche betroffen sein können.
  • Männer sind häufiger betroffen als Frauen (M:F = 1.6:1).
  • Idiopathisches Angiosarkom: Im Vergleich sind deutlich mehr Kaukasier betroffen. Auftreten im Durchschnitt im 65 Lebensjahr.
  • Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom: Sehr selten, in der Literatur sind ca. 300 Fälle beschrieben.  Auftreten besonders nach Ablatio mammae in einer Zeitspanne von 4 - 27 Jahre nach Entstehen des Lymphödems, wobei es zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr am häufigsten zur Manifestation kommt. Das relative Risiko nach Mastektomie zu erkranken beträgt 0.001%.
  • Angiosarkom nach Radiatio (strahleninduziertes Angiosarkom): vorwiegend Bestrahlungsfelder zur Therapie von Mamma-,Ovarial- oder Zervixkarzinomen, Auftreten bevorzugt bei Frauen im mittleren Lebensalter 
  • Epitheloides Angiosarkom: Ab der 3ten Lebensdekade vorkommend. Mehrheitliches Vorkommen bei Männern.
  • Kaposi-Sarkom:
    • Klassisches Kaposi-Sarkom: Vornehmlich bei Männern aus Südosteuropa, Russland, Polen und dem Mittelmeerraum (häufig türkischstämmige Patienten) nach dem 50 Lebensjahr auftretend. M:F = 10:1. Inzidenz 1/10 Millionen Einwohner/Jahr. Aschkenazim-Juden zeigen eine besonders hohe Inzidenz.  
    • Endemisches Kaposi-Sarkom: Afrikanische Kinder und junge Männer. V.a. in Äquatorialafrika ein häufiger Tumor.
    • HIV-Assoziiertes Kaposi-Sarkom: Vornehmlich bei homosexuellen Männern vorkommend. Bei HIV Infektion entwickeln 5-7% der Patienten ein Kaposi-Sarkom (vor cART waren es 20%).
    • Iatrogenes Kaposi-Sarkom: Männer vermehrt betroffen. Meist ist eine Medikation mit Corticosteroiden, Azathioprin, Sirolimus oder Ciclospirin etabliert, dies vor allem auch im Hinblick auf organtransplantierte Patienten. Bei Ciclosporin treten Kaposi Sarkome häufiger auf als bei Azathioprin. Weiter zeigten sich vermehrt Grunderkrankungen bei den Betroffenen wie rheumatoide Leiden, Sarkoidose oder Lupus erythematodes. 

Folgende Entitäten werden unter dem Überbegriff Angiosarkom zusammengefasst:

  • Idiopathisches/klassisches Angiosarkom bei älteren Menschen
  • Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom (Stewart-Trèves-Syndrom)
  • Angiosarkom nach Radiatio (strahleninduziertes Angiosarkom)
  • Epitheloides Angiosarkom
  • Kaposi-Sarkom (je nach Literatur zugehörig oder eigene Entität)

Da es als intermediär-maligne gilt, nimmt das Hämangioendotheliom eine Spezialrolle ein.

  • Es sind verschiedene Entstehungsgründe des Angiosarkoms bekannt, an welchen sich die Einteilung orientiert. Bekannt sind das Auftreten beim alten Menschen ohne fassbaren Auslöser (idiopathisch), bei länger bestehendem Lymphödem, nach Radiatio und im Rahmen eines Immundefekts.
  • Als Risikofaktor gilt eine AV-Fistel i.R. einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz insbesondere nach erfolgter Nierentransplantation mit entsprechend immunsuppressiver Medikation.
  • Ein vermehrtes Auftreten wird im Zusammenhang mit benignen und malignen Nervenscheidentumoren, Xeroderma pigmentosum und bilateralem Retinoblastom ist beschrieben worden.
  • Der Effekt von UV-Strahlen, chemischen Kanzerogenen, Mutagenen und Fremdkörpern ist unklar. Bei Angiosarkomen der Leber sind Thorotrast (Röntgenkontrastmittel mit Alpha-Strahlung, welches bis in die 50er Jahre verwendet wurde) oder Thorium-Dioxid, Arsen, Radium, Vinylchlorid-Gas (in der Kunsstoffindustrie entstehend) und Anabolika als prädisponierende Faktoren bekannt.  
  • Bei Angiosarkomen der tiefen Weichteile kann eine Grunderkrankung wie Neurofibromatose, das Klippel-Trénaunay-Syndrom oder das Maffucci-Syndrom als ursächliche Genese vorliegen.
  • Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom:
    • Inwiefern der Ursprung des Angiosarkomes endothelial oder vaskulär ist, wird kontrovers diskutiert.
    • Von der ursprünglichen Definition als eine Spätkomplikation der Mastektomie ist man zusehends abgekommen. Betroffen sind Patienten jeglicher lymphödem-Genese (posttraumatisch, postoperativ, idiopathisch, kongenital, parasitär).
  • Angiosarkom nach Radiatio: Zur Erkrankung kommt es häufig erst Jahre bis Jahrzehnte nach der Bestrahlung, wobei das Intervall aufgrund geänderter Bestrahlungsprotokolle kürzer wird und der Durchschnittswert aktuell bei 6 Jahren liegt. Bestrahlungsfelder nach Radiatio von Mamma-,Ovarial- oder Zervixkarzinomen sind dabei besonders gefährdet. Bei den Sarkomen kann häufig eine MYC- und FLT4 (VEGFR3-) Amplifikation einhergehend mit Störungen des RAS- und AKT/mTOR-Pathways gefunden werden.
  • Kaposi-Sarkom:
    • Die genaue Krankheitsentstehung ist noch nicht vollständig geklärt.
    • Klassisches Kaposi-Sarkom: Assoziation mit HLA DR5
    • HIV-Assoziiertes Kaposi-Sarkom: HIV/AIDS-Erkrankung einhergehend mit Herpes Typ 8 Infektion als Ursache. Molekularpathologisch wird hierbei eine Entzündungsreaktion mit gleichzeitiger Suppression von p53 über LNA1 (latent nuclear antigen) durch HHV8 ausgelöst. Zusätzlich wird die Proliferationsblockade des RB-Proteins (Retinoblastomprotein) aufgehoben. Dies führt zusammen mit dem Ras-Onkogen zu einer Transformation der Endothelzelle. Weiter kommt es zur vermehrten Zytokinausschüttung, welche die Bildung des angiogenetischen Wachstumsfaktors bFGF fördern, wodurch die Endothelzellen einer stetigen Proliferation unterliegen. Die Zellen benötigen jedoch nicht nur ein Proliferationssignal sondern zusätzlich ein räumliches Orientierungssignal z.B. im Rahmen eines Fibronektins, welches durch das von HIV exprimierten tat-Protein imitiert wird. Das tat-Protein ist im Stande an Integrine der Edothelzellen zu binden. Neben dem beschriebenen Effekt ist das tat-Protein zudem in der Lage die Produktion von Kollagenasen zu fördern. Dadurch wird das infiltrative Verhalten des Sarkoms ermöglicht.
    • Iatrogenes Kaposi-Sarkom: Begünstigende Faktoren sind Immunsuppression insbesondere nach Organtransplantation oder die Haut betreffende Grunderkrankungen wie z.B. systemischer Lupus erythematodes oder schweres atopisches Ekzem 
    • Expression von Wachstumsfaktoren spielen eine Rolle.
  • Idiopathisches/klassisches Angiosarkom:
    • Vielfältige, unspektakuläre Präsentation.  
    • Im Frühstadium zeigt sich ein teigiges Ödem oder eine wachsartige Schwellung einhergehend mit Erythem. Bei einer therapieresistenten Dermatose des älteren Menschen ist differentialdiagnostisch immer an ein Angiosarkom zu denken.
    • Im Spätstadium kommt es zur klassischen Präsentation einhergehend mit an Hämatome erinnernden, dunkelroten, unscharf begrenzten, ortstreuen und schmerzlosen Maculae mit Grössenprogredienz bis zu 3cm Durchmesser. Die Exkoriationen können sich ebenfalls mit einem teleangiektatischen Aussehen präsentieren.
    • Im Verlauf treten zusätzlich livide verfärbte Knoten, Plaques oder Papeln mit Exulzerationen auf, bei welchen ggf. Lymphorrhoe beobachtet werden kann. Die Patienten neigen zu Blutungen.  
    • Metastasierung: hämatogen in Lungen und Skelettsystem, lymphogen  
    • Eine initiale Fehldiagnose als inflammatorische Erkrankung wie z.B. Rosazea oder Erysipel ist möglich. Bei einer therapieresistenten inflammatorischen Dermatose des älteren Menschen ist daher differentialdiagnostisch immer an ein Angiosarkom zu denken. Ebenso verhält es sich bei grossflächigen Hämatomen im Bereich des Kopf-Hals-Bereichs nach Bagatelltraumata.
    • Bei fehelender dunkelroter Tingierung erinnern Angiosarkome aufgrund des hautfarbenen Kolorits an epitheliale Tumore.
  • Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom: Präsentation als feste, verschmelzende Knötchen mit violettem Kolorit oder als indurierte Plaque auf ödematöser Haut.
  • Angiosarkom nach Radiatio:
    • Manifestation als schnell progrediente Geschwulst mit festen roten bis rot-braunen Papeln und Knoten.
    • Metastasierung: hämatogen
  • Epitheloides Angiosarkom:
    • Solitärer Tumor der tiefen Weichteile mit schnellem Wachstum und exophytischer Präsentation als rot-braune Knoten an der Hautoberfläche.  
    • Metastasierung: hämatogen
  • Kaposi-Sarkom:
    • Initial präsentieren sich braunrote bis violette Maculae mit Tendenz zur Konfluenz und Bildung von Randherden. V.a. bei Schleimhautläsionen können Ulzerationen auftreten.
    • Enoral ist besonders das Palatum durum betroffen. 
    • Bei Stammbefall zeigt sich ein exanthematisches Bild entlang der Hautspaltlinien
    • Bei Lymphabflussstörungen kann eine elephantiasisartige Ödembildung beobachtet werden
    • Spontane Remissionen kommen ebenso wie verschiedene Tumorstadien nebeneinander vor.
    • Stadieneinteilung nach Mitsuyasu und Groopman:
      • Stadium IV B: Auftreten von Fieber und/oder Gewichtsverlust
      • Stadium IV A: Fehlende Allgemeinsyptomatik
      • Stadium IV: kutaner und viszeraler Befall
      • Stadium III: rein viszeraler Befall
      • Stadium II: disseminierter kutaner befall mit > 10 Herden bzw. mehr als einer anatomischen Region
      • Stadium I: umschriebener kutaner Befall mit < 10 Herden bzw. nur einer anatomischen Region
    • Beim endemischen Kaposi-Sarkom werden vier Typen unterschieden: nodulär, floride, infiltrativ und lymphadenopathisch. Letzterer ist der häufigste Typ, wobei vielfach nur ein Lymphknotenbefall gesehen werden kann. Knochenmetastasen treten bei den anderen Typen nebst der sonstigen Metastasierung auf.
    • Metastasen: Vorzugsweise lymphogen, aber auch hämatogene Streuung in GI-Trakt, Herz, Lunge oder Leber möglich.
    • Bei Befall der Nägel kommt es zu teilweise druckschmerzhaften Verfärbungen des Nagelbetts.
    • In Einzelfällen kann es zur vermehrten Ausschüttung von Zytokinen kommen, welche Systemveränderungen wie z.B. leukämatoide Reaktionen hervorrufen.
    • Zu Allgemeinsymptomen kommt es lange Zeit nicht. 
  • Bei Befall der Nägel kommt es zu teilweise druckschmerzhaften Verfärbungen des Nagelbetts.
  • In Einzelfällen kann es zur vermehrten Ausschüttung von Zytokinen kommen, welche Systemveränderungen wie z.B. leukämatoide Reaktionen hervorrufen.
  • Klinik
  • Histologie
  • Immunhistochemie
  • MRI zur Beurteilung der Ausdehnung sowie der Tumorantwort auf neoadjuvante Chemotherapie oder Radiatio.
  • Idiopathisches/klassisches Angiosarkom: Head-tilt-Manöver (Füllung mit verehrtem Sichtbarwerden bei Kopftieflage über 20 Sekunden)
  • Kaposi-Sarkom: Anamnese  (Risikogruppe, Herkunft, Grunderkrankungen), zusätzlich Hautsonographie, Nachweis von HHV8 serologisch oder aus einer Gewebeprobe, Sonographie 
  • Ein Auftreten ist generell auf der gesamten Hautfläche möglich.
  • Idiopathisches/klassisches Angiosarkom: Lokalisation ausschliesslich an Kapillitium, Gesicht, Stirn und Hals.
  • Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom (Stewart-Trèves-Syndrom): Entstehung an der ödematösen Extremität, mit Bevorzugung der Oberarminnenseite.
  • Angiosarkom nach Radiatio: Bestrahltes Areal (vorwiegend Radiatio des Mamma-,Ovarial- oder Zervixkarzinoms) ist betroffen.
  • Epitheloides Angiosarkom: Prädilektionsstellen sind die unteren Extremitäten sowie die danebenliegenden Areale des Stamms, wobei primär tiefe Weichteile betroffen sind.  
  • Angiosarkom der tiefen Weichteile: Bevorzugt an Rumpf, Extremitäten und Körperhöhlen auftretend
  • Eine Lokalisation in Leber, Milz, Knochen und Herz ist beschrieben. Ob dieser eine metastatische Genese zu Grunde liegt, ist unklar. Eine kardiale Beteiligung wird besonders in jungen Patienten gesehen.
  • Kaposi-Sarkom:
    • Generell: Enoral, Beine, andere Lokalisationen.
    • Klassisches Kaposi-Sarkom befällt besonders Füsse, Unter- und Oberschenkel und zeigt eine nach proximal verlaufende Ausbreitung.In 5-20% besteht ein viszeraler Befall. 
    • HIV-assoziiertes Kaposi-Sarkom: Nasenspitze, Ohr, Glans penis und Rumpfbereich entlang der Hautspaltlinien. Häufig wird zudem eine extrakutane Manifestation gesehen. 30% der Patienten weisen eine Schleimhautbeteiligung auf. 
    • Im Verlauf kann es zu Metastasen der Inneren Organe und Lymphknoten kommen. 
  • Geschützter Sexualkontakt 
  • Suffiziente Behandlung des Lymphödems 
  • Prognostische Parameter sind im Allgemeinen Tumorgröße und Eindringtiefe
  • Häufig ist bei allen Angiosarkomen ein foudroyanter Krankheitsverlauf mit einer durchschnittlichen 5-Jahres-Überlebensrate von 10-12%.
  • Idiopathisches/klassisches Angiosarkom: Bei > 4cm Durchmesser sehr schlechte Prognose bei meist bereits erfolgter pulmonaler Metastasierung, leicht bessere Prognose bei Durchmesser < 4cm.
  • Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom (Stewart-Trèves-Syndrom): Neigung zur frühzeitigen Metastasierung. Nach 1.5 Jahren leben noch 50% der Patienten, das 5-Jahres-Überleben liegt bei 13.6%. Durch eine entsprechende Therapie kann das Überleben von 5-8 Monaten auf 20 Monate verlängert werden.
  • Angiosarkom nach Radiatio: Lebenserwartung < 2 Jahre
  • Epitheloides Angiosarkom: Frühe Metastasierung und damit schlechteste Prognose unter den Angiosarkomen (Lebenserwartung < 1 Jahr), wobei bei rein dermaler Lokalisation eine bessere Prognose gestellt werden kann.  
  • Kaposi-Sarkom:
    • Neue Daten zeigen keinen Einfluss der CD4-Zellzahl auf die Prognose bei Patienten unter HAART. Prognostisch bedeutsam ist die Effektivität der antiretroviralen Therapie sowie das Stadium der HIV-Erkrankung. 
    • Stadieneinteilung nach dem klinischen Typ:
      • Kaposi-Sarkom bei Immunsuppression mit einer Lebenserwartung von Monaten bis Jahren.
      • HIV-assoziiertes Kaposi-Sarkom mit einer Lebenserwartung von wenigen Monaten bis Jahren. Die Prognose wird hierbei v.a. vom Stadium der HIV-Infektion und der Wirksamkeit der antiretroviralen Therapie bestimmt. In vielen Fällen liegt eine Organbeteiligung mit möglichem lymphatischem, pulmonalem oder gastrointestinalen Befall vor.
      • Endemisches Kaposi-Sarkom mit einer Lebenserwartung von wenigen Monaten bis Jahren
      • Klassisches Kaposi-Sarkom mit einer Lebenserwartung von Jahren bis Jahrzehnten, wobei es bei deisen Patienten im Verlauf häufiger zu Lymphomen kommt. Eine Spontanremission ist möglich. 
      • Stadieneinteilung des HIV-assoziierten epidemischen Kaposisarkoms nach ACTG: 
        • Frühstadium mit guter Prognose wenn alle der folgenden Punkte erfüllt sind: T0 Stadium mit rein kutanem oder lymphogenem Befall, wobei eine leichte orale Beteiligung mit nicht erhabenen Läsionen des harten Gaumens ebenfalls in dieses Stadium fällt. Immunstatus I0 mit CD4-Zellen > 200/µl. Symptome S0 mit fehlendem Auftreten von opportunistischen Infektionen, Mundsoor oder B-Symptomatik.
        • Spätstadium mit schlechter Prognose, wenn einer der folgenden Punkte erfüllt ist: T1 Stadium mit pulmonaler oder gastrointestinaler Beteiligung, ausgedehntem oralen Befall und/oder Ödeme und Ulzerationen. Immunstatus I1 mit CD4-Zellen < 200/µl. Symptome S1 mit anamnestisch beschriebenen opportunistischen Infektionen, Mundsoor, malignen Lymphomen, HIV-bedingten neurologischen Erkrankungen oder B-Symptomen.
      • Endemisches Kaposi-Sarkom:
        • Der noduläre Typ hat eine gute Prognose, wobei der infiltrative und floride Typ aufgrund ihrer Aggressivität einen schlechteren Verlauf nehmen. 
      • Das iatrogene Kaposi-Sarkom ist deutlich aggressiver als die klassische Variante. Eine Regredienz bis zum kompletten Verschwinden der Läsionen kann hingegen häufig bei Absetzen oder Reduktion der Immunsuppression beobachtet werden. Wenn die Immunsuppression dringlich aufrechterhalten werden muss, kann eine Off-Label-Therapie mit Mycophenolatmofetil begonnen werden, unter welcher eine Remission weiterhin möglich beibt.
  • Die chirurgische Exzision ist die initiale Therapie der Wahl. Durch das springende Wachstum des Angiosarkoms mit histologisch nicht bestimmbaren Tumorgrenzen wird die Exzisionsgrenze hierbei grosszügig gewählt.
  • Prä- oder postoperativ ist eine Chemotherapie oder Radiatio möglich, wobei es sich meist um eine palliative Therapieoption ohne Effekt auf die Überlebenszeit handelt.
  • Es sind Fälle mit Ansprechen auf Thalidomid-Therapie beschrieben.
  • Pegyliertes Doxorubicin kann bei Befall des Kapillitiums oder Kaposi-Sarkom eingesetzt werden.
  • Makuläre Kaposi-Sarkome können nach Wunsch des Patienten mit Camouflage verdeckt werden.
  • Idiopathisches/klassisches Angiosarkom:
    • Exzision und anschliessende Bestrahlung mit 55-60 Gy, bei vermuteter Tumorpersistenz bis zu 75Gy. Eine ausschliessliche Bestrahlung ist der Kombinationstherapie unterlegen. Bei Rezidiven nimmt die Strahlensensibilität zunehmend ab.
    • Bei der operativen Versorgung ist eine Deckung des Hautdefekts mittels Spalthaut erst nach histologisch bestätigter Tumorfreiheit der Ränder möglich. Von einer Lappenplastik ist wann immer möglich abzusehen.
    • Bei fehlender Resektionsmöglichkeit kann eine Therapie mit Doxorubicin etabliert werden. Das regelrechet Therapieschema umfasst 50mg Doxorubicin/m2 alle 28 Tage mit einer Ansprechrate von 25%, welche durch Zugabe von Ifosfamid gesteigert werden kann. Es kommt jedoch auch zu vermehrten Nebenwirkungen aufgrund grösserer Toxizität. Doxorubicin kann ebenfalls mit Paclitaxel kombiniert werden.
    • Mögliche weitere Chemotherapieoptionen umfassen: Docetaxel, Vinorelbin, Gemcitabin sowie Epirubicin.
    • Am Einsatz von Bevacizumab (Avastin) wird zurzeit geforscht.
    • Es gibt keine Daten, die die vermehrte Wirksamkeit einer Radio-Chemotherapie nachweisen konnten.
  • Lymphödem-assoziiertes Angiosarkom:
    • Aufgrund der Seltenheit dieses Angiosarkoms existiert bis anhin kein Therapiekonsensus
    • Die chirurgische Therapie ist wann immer möglich durchzuführen. Bei fehlenden Fernmetastasen ist zur Steigerung der Überlebenschance die gesamte betroffene Muskelgruppe zu entfernen. Bei Befall des Unterarms empfiehlt sich die komplette Amputation der Extremität, bei Befall des Oberarms die zusätzliche Exartikulation.
    • Eine Strahlentherapie kann mit 50-60 Gy erfolgen.
    • Zytostatika können vor radikaler chirurgischer Exzision bei Tumoren mit Fernmetastasen eingesetzt werden. Die Wirksamkeit dieser Therapie ist jedoch umstritten. Erfolge konnten bei einem Regime mit Doxorubicin beschrieben werden. Alternativ kann ein TNF-alpha-Hemmer oder Melphalan evaluiert werden.
    • Eine intensive Behandlung des Lymphödems mit Lymphdrainage und Strumpfversorg ist besonders präventiv empfohlen.
  • Angiosarkom nach Radiatio: Exzision als einzig mögliche Therapieoption bekannt.
  • Epitheloides Angiosarkom: Exzision mit grossem Sicherheitsabstand als einzig mögliche Therapieoption bekannt.
  • Kaposi-Sarkom:
    • Generell:
      • Wenn immer möglich sollte die Grunderkranung behandelt werden. 
      • Bei wenigen Läsionen kann eine operative Exzision sinnvoll sein. Eine Kryotherapie eignet sich nur bei superfiziellen Läsionen. 
      • Bei solitärem Befall hat eine Strahlentherapie (GD: 20-30Gy, ED:4-5Gy) eine Erfolgsrate von 90%.
      • Lokal können Retinoide wie Tretionin Creme 0.005% 1-2 Mal täglich angewendet werden. Heir besteht jedoch ein Off-Label-Use. Bei Sensibler Haut kann die  Frequenz der behandlungen auf einmal täglich oder alle 2 Tage verlängert werden. Die Behandlungsdauer beträgt 6-14 Wochen. In der Schwangerschaf oder Stillzeit sowie bei vorbekannter Rosacea sollte von einer Behandlung abgesehen werden. 
    • Nach Tumorgrösse:
      • Intraoral: intraläsionales Vinblastin oder 3% Sodiumtetradecylsulfat
      • Grossflächig (> 4 cm Durchmesser; knotig, infiltrierend, oral): Bestrahlung mittels schnellen Elektronen oder fraktionierte Kobalt-Bestrahlung, an den Unterschenkeln können zusätzlich Kompressionsmassnahmen implementiert werden.
      • Mittelgrossflächg (1-4 cm Durchmesser; makulös, nodulär): intraläsionale Vincaalkaloide oder fraktionierte Dermopan-Bestrahlung
      • Kleinflächig (≥ 1 cm² makulös, nodulär): Kryochirurgie oder Exzision, intraläsionales Vincristin, Vinblastin oder Interferon sowie Alitretinoin Gel 0,1%
      • Ist bei der Behandlung eine spezifische Wirkung gewünscht können Folgende Substanzen verwendet werden:
        • Angiogenese-Hemmer: AGM 1470, TNP 470, Glufanid disodium, IM 862, Thalidomid, Metalloproteasen-Inhibitoren
        • Keratozyten Proliferations-Hemmer: 9-cis-Retinsäure, Liposomales Tretinoin
        • Hemmung der Angiogenese, Proliferation und Matalloproteaseaktivität: Urinäres HCG, bzw. HCG-Fraktionen
    • HIV-Assoziiertes Kaposi-Sarkom:
      • Stadium T1, I0, S0-1 und > 200 CD4-Lymphozyten/μl: Interferon alfa-2a oder Interferon alfa-2b 3-mal wöchentlich in einer Dosierung von 6Mio IE s.c. mit einer Remissionsrate von 40-50%. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Fieber, Muskelschmerzen, Arthralgien und eine depressive Gemütslage, Evidenzlevel BIII
      • Stadium T1, I1, S0-1: liposomales Doxorubicin (Pegyliert) alle 2 Wochen in einer Dosierung von 20 mg/m2 KO i.v. mit einer Remissionsrate von 60-80%. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Neutropenie, Anämie, ein Hitzegefühl, Dyspnoe, Rückenschmerzen und palmoplantare Erythrodysästhesien, Evidenzlevel AI
      • Stadium T1, I1, S0-1: Liposomales Daunorubicin alle 2 Wochen in einer Dosierung von 40 mg/m2 KO i.v. mit einer Remissionsrate von ca. 60%. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Neutropenie, Anämie, ein Hitzegefühl, Dyspnoe , Rückenschmerzen und palmoplantare Erythrodysästhesien, Evidenzlevel AI
      • Stadium T1, I1, S0-1: Paclitaxel (Taxol) alle 2 Wochen in einer Dosierung von 100 mg/m2 KO i.v. oder alle 3 Wochen in einer Dosierung von 35 mg/m2 KO i.v. mit einer remissionsrate von 50-60%. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Neutropenie, periphere Neuropathie, allergische Hautreaktionen, Hypotonie, EKG-Veränderungen und Alopezie, Evidenzlevel BII
    • Sämtliche Therapien sind in Kombination mit einer antiretroviralen Therapie anwendbar.
    • Gegen HHV 8 kann Cidofovir eingesetzt werden.
    • Nachsorge:
      • Bei HIV-assoziierten und endemischen Kaposi-Sarkomen sollte alle 3 Monate eine Kontrolle der Haut, Schleimhäute und Lymphknoten erfolgen, alle 6-12 Monate ist eine konventionell radiologische Kontrolle der Lunge sowie eine sonographische oder endoskopische Kontrolle des GI-Trakts indiziert. Dies aufgrund der meist nur kurzzeitigen Remissionsdauer. 
      • Das klassische Kaposi-Sarkom steht bezüglich Mortalitätsgrund anderen Krankheiten nach. Eine dermatologische Untersuchung ist alle 6 Monate indiziert. Beim Auftreten erneuter Hautveränderungen ist ein kürzeres Intervall zu wählen. 
    • Palliation: 
      • Paclitaxel in einer Dosierung von 80mg/m2 an Tag 1, 8 und 15 über eine Gesamtzeitdauer von 4 Wochen. Gemäss der ANGIOTAX Studie von Penel et al. kann nach 2 bzw. 4 Wochen ein progressionsfreies Überleben bei 74% bzw. 45% der Patienten gesehen werden. Eine retrospektive Analyse von Schlemmer et al. (EORTC Studie), in der verschiedenste Therapieschemata untersucht wurden, konnte eine Response Rate von 62% nachweisen.
      • Gemcitabin in einer Dosierung von 1000mg/m2 initial jede Woche über eine Zeit von 1-3 Wochen mit anschliessendem 4-wöchentlichem Intervall. Stacchiotti et al. untersuchten hierzu 25 Patienten mit einer Clinical Response und Response Rate von 68%
      • Paclitaxel in Kombination mit peg.lip. Doxorubicin kann in einer Dosis von 140mg/m2 über 6 Tage alle 4 Wochen sowie 50mg/m2 alle 4 Wochen verabreicht werden. Skubitz et al., Cancer, 2005.
      • Ebenfalls möglich ist im Rahmen einer «Second line»-Therapie nach den genannten möglichen Vortherapien nach Vogt et al., Cancer 2003 eine Kombinationsbehandlung mit Trofosfamid (3x50mg täglich), Rofecoxib (25mg täglich) sowie Pioglitazon (45mg täglich). Es handelt sich um eine Dauertherapie.
  • Altmeyer Enzyklopädie Kapitel Angiosarkom, Angiosarkom der Kopf und Gesichtshaut, Angiosarkom Lymphödem assoziiertes, Angiosarkom strahleninduziertes, Angiosarkom epitheloides , Kaposi-Sarkom
  • Braun Falco, 5. Auflage, Kapitel Gefässtumore, S. 1358
  • Bolognia Dermatoology, 3 Edition, Chapter BENIGN VASCULAR NEOPLASMS AND REACTIVE HYPERPLASIAS, S. 1915, Chapter MALIGNANT VASCULAR NEOPLASMS, S. 1935
  • Kaposi sarcoma. Springr Reference: Springer Science + Business Media.
  • Deutsche Leitlinie: Kaposi-Sarkom. Interdisziplinäre Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Hauttumoren: Thieme Publishing Group; 2005
  • Akula SM. B-Raf-dependent expression of vascular endothelial growth factor-A in Kaposi sarcoma-associated herpesvirus-infected human B cells. Blood 2005;105:4516-22.
  • Aoki Y, Tosato G. Therapeutic options for human herpesvirus-88/Kaposi’s sarcoma-associated herpesvirus-related disorders. Expert Review of Anti-infective Therapy 2004;2:213-25.
  • Blei F, Karp N, Rofsky N, Rosen R, Greco MA. Successful Multimodal Therapy for Kaposiform Hemangioentdothelioma Complicated by Kasbach-Merritt Phenomenon: Case Report and Review of the Literature. Pediatric Hematology and Oncology 1998;15:295-30
  • Bourboulia D., Serologic Evidence for Mother-to-Child Transmission of Kaposi Sarcoma-Associated Herpesvirus Infection. JAMA: The Journal of the American Medical Association 1998;280:31-a-2.
  • Caccialanza M, Marca S, Piccinno R, Eulisse G. Radiotherapy of classic and human immunodeficiency virus-related Kaposi’s sarcoma: results in 1482 lesions. Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology 2008; 22:297-302.
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