Condylomata gigantea Buschke–Löwenstein

Letztmals aufdatiert: 2020-07-09

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Buschke u. Löwenstein 1925

Buschke-Löwenstein-Tumor, verruköses Karzinom der Genitalregion, Riesenkondylome, Condyloma acuminatum giganteum; Carcinoma verrucosum.

Riesenform der Condylomata acuminata, welche heute bereits zu den Karzinomen gezählt wird. Es können sowohl Analregion als auch die Genitalregion betroffen sein.

Bei Männern häufiger als bei Frauen auftretend.

Ausgelöst werden die Condylomata gigantea zumeist durch HPV 6, 11 und 56.

Massiv-exophytisch wachsende, hautfarbene, blumenkohlartige Tumore.

Klinische Diagnose.

Genitoanalbereich.

Die exophytischen Gewebemassen tendieren dazu, beim Sexualverkehr und Defäkation zu stören.

Transformation in spinozelluläres Karzinom kommt vor.

Patienten wissen häufig nicht, dass Kondome nur die Hautstellen vor Infekten schützen, die auch davon bedeckt werden.

Rezidive möglich. Engmaschige Nachsorge.

Operative Entfernung mit Nachbehandlung durch Imiquimod:

  • 3x wöchentlich für 12 Wochen
  • off-label-use:
    • Anw.: 5x/Woche über mehrere Wochen, maximal 16 Wochen
    • Zuvor Abtragung der Warzenoberfläche notwendig
    • NW: Rötung, Juckreiz, Brennen, Erosion der Haut. Pat. vor Beginn der Therapie hierüber aufklären!

In Einzelfällen ist die Monotherapie von Imiquimod -Creme und CO² Laser beschrieben.

  1. Grassegger A, Hopfl R, Hussl H, Wicke K, Fritsch P. Buschke—Loewenstein tumour infiltrating pelvic organs. Br J Dermatol 1994;130:221-5.
  2. Qian G, Yu H. Giant condyloma acuminata of Buschke-Lowenstein: successful treatment mainly by an innovative surgical method. Dermatologic Therapy 2013:n/a-n/a.
  3. Schwartz RA. Buschke-Loewenstein tumor: Verrucous carcinoma of the penis. Journal of the American Academy of Dermatology 1990;23:723-7.