Akne keloidalis nuchae
Zuletzt aktualisiert: 2022-11-16
Autor(en): Anzengruber F., Navarini A.
ICD11: EE60.Y
Hebra u. Kaposi, 1860.
Akne keloidalis nuchae, Akne sclerotisans nuchae, Follikulitis keloidalis, Dermatitis papillaris capillitii (Kaposi), Nackenkeloid, Sycosis framboesiformis (Hebra), Sycosis nuchae sclerotisans.
Chronische-fibrosierende Follikulitis, welche bei Männern zu einer narbigen (keloidalen) Alopezie führen kann.
- Schwarze häufiger betroffen.
- Fast nur Männer betroffen.
- Häufigkeitsgipfel 20-40 J..
Unklar, wahrscheinlich handelt es sich um eine Staphylokokken-Infektion bzw. eine Infektion mit gramnegativen Erregern.
An der Nacken-Haar-Grenze angeordnete Pusteln und oftmals auch bereits Vernarbungen.
- Klinik
- Ggf. bakt.-Abstrich
Entstehung eines spinozellulären Karzinoms auf den Narben wurde beschrieben.
Chronischer Verlauf.
- Keine Rasur!
- Dauerhaft hilft nur die Exzision. Eine sekundäre Wundheilung ist möglich und ergibt meist auch gute kosmetische Resultate.
- Eine Laserepilation kann das Geschehen auch zum Stillstand bringen.
Systemische Therapien sind oft erfolglos! Versucht werden kann:
- Antibiotika-Therapie: am besten nach Antibiogramm, ansonsten
- Doxycyclin p.o. 100 mg 1-2x tgl. für 14- 21 Tage
- Isotretinoin: meist ohne Verbesserung.
- Versuchsweise intraläsionale Therapie mit Triamcinolon
- Triamcinolon (vermischt mit einem Lokalanästhethikum 3:1)
- 10 mg Injektionssuspension
- 40 mg Injektionssuspension
- Gleichzeitig kann eine Kryotherapie gestartet werden.
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