Allergische Kontaktdermatitis

Zuletzt aktualisiert: 2022-03-11

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ICD11: EK02.Z

Allergisches Kontaktekzem, Allergische Kontaktdermatitis, Kontaktallergisches Ekzem

Nach Kontakt mit einem Kontaktallergen kommt es zu einer ekzematösen Hautreaktion.

Bei Erstkontakt erfolgt eine Sensibilisierung des Immunsystems (Sensibilisierungsphase). Das Ekzem ist meist beim Zweitkontakt nach wenigen Tagen sichtbar.

Kontakt mit einem Agens, der eine immunologische Reaktion auslöser. Der Patomechanismus ist der einer Typ IV-Allergie. Weniger häufig handelt es sich um eine Typ I-Allergie.

Erythematöse, konfluierente, z.T. schuppende Papeln. Manchmal kann es auch zum Auftreten von Bläschen kommen.

 

Auch wenn kein Kontakt mit dem ursächlichen Agens mehr besteht kann die Reaktion sich noch weiter steigern (Crescendo-Phänomen). Im Gegensatz dazu, sollte es bei einem irritativ-toxischen Auslöser zu einer Regredienz der Hautveränderung kommen.

  • Anamnese
  • Klinisches Bild
  • ggf. Biopsie
  • im Verlauf Epikutantest

 

Bei V.a. auf eine Kontaktallergie sollte ein Epikutantest erfolgen. Häufig sind neben den gewöhnlichen Tests auch Eigenproben sinnvoll.

 

Bei Kontaktallergien gegen Externa besteht die Möglichkeit eines ROAT (repeated open applicaiton test). Hierbei wird das Topikum im Bereich der Ellenbeuge 2x tgl. für 5 Tage appliziert. Sofern sich keine ekzematöse Veränderung zeigt, kann eine Anwendung im Gesicht erfolgen.

  • Auslöser vermeiden.
  • Rückfettung
  • Topische Steroide der Klasse III oder IV 1x tgl. für mehrere Tage und im Verlauf ausschleichend.
  • Gegen den Pruritus können Antihistaminika verschrieben werden.

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