Erythrodermie

Zuletzt aktualisiert: 2025-09-20

Autor(en): Anzengruber F., Navarini A.

ICD11: EB10

Rötung von > 80% des Integuments.

Man unterscheide primäre (Rötung aus vorgängig gesunder Haut) und sekundärer (Ausbreitung der erythematösen Hautveränderung) Erythrodermie.

Primäre Erythrodermien:

  • Arzneimittelexanthem
  • Toxisch epidermiale Nekrolyse
  • Ichthyosen
  • T-Zell Lymphome wie Sézary Syndrom oder Mycosis fungoides

 

Sekundäre Erythrodermien:

  • Psoriasis vulgaris
  • Seborrhoisches Ekzem
  • Atopisches Ekzem
  • Pityriasis rubra pilaris
  • Blasenbildende Erkrankungen (Pemphigus und Pemphigoid)
  • Kollagenosen

Flächige, je nach Grunderkrankung ggf. auch infiltrierte und schuppende Rötung, welche > 80% der Körperoberfläche betrifft. Zwischen 70% bis 80% spricht man von Suberythrodermie.

Erythrodermie ist ein deskriptiver Terminus. Die Diagnose ist die Grunderkrankung

Per Definition ganzer Körper.