Gregg-Syndrom

Letztmals aufdatiert: 2020-07-16

Autor(en): -

Gregg 1941.

Congenital rubella syndrome (CRS), Rötelnembryopathie, Rötelnfetoembryopathie.

Rötelnembryopathie bei seronegativen Schwangeren, welche durch Taubheit, Herzfehler und Katarakt charakterisiert ist.

Enzephalitis (1:6000), 20% Letalität.

Sofern keine Immunität der Mutter besteht (Seronegativität) kann es bei Infektion mit dem Rötelvirus zu einem Abort (bei Infektion in den ersten Wochen der Schwangerschaft) oder zur Ausbildung von Trias von Taubheit, Herzfehler, Hirnfehlbildungen, Mikropthalmus, Atemnot und Katarakt und einer Frühgeburt kommen. Zudem tritt eine kongenitale thrombozytopenische Purpura auf.

  • Eine antivirale Therapie der Mutter hat keinen Effekt auf eine Rötelnfetoembryopathie
  • Lediglich symptomatische Therapien möglich
  • Wichtig ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit!
    • Gynäkologisches Konsil (zur Überwachung während der Schwangerschaft)
    • Neonatologisches und pediatrisches Konsil (thrombozytopenische Purpura- Hämatome sind zu erwarten, selten kommt es zu klinisch relevanten Blutungen, Atemnot, Hepatosplenomegalie und Hyperbilirubinämie)
    • HNO-ärztliches Konsil (Taubheit)
    • Augenärztliches Konsil (Katarakt und in manchen Fällen auch Glaukom)
    • Neurologisches Konsil (Meningoenzephalitis)
    • Kinderkardiologisches Konsil (Herzfehler)
  1. Plotkin SA, Klaus RM, Whitely JP. Hypogammaglobulinemia in an infant with congenital rubella syndrome; failure of 1-adamantanamine to stop irus excretion. J Pediatr 1966;69:1085-91.
  2. Arvin AM, Schmidt NJ, Cantell K, Merigan TC. Alpha interferon administration to infants with congenital rubella. Antimicrob Agents Chemother 1982;21:259-61.
  3. Larsson A, Forsgren M, Hard af Segerstad S, Strander H, Cantell K. Administration of interferon to an infant with congenital rubella syndrome involving persistent viremia and cutaneous vasculitis. Acta Paediatr Scand 1976;65:105-10.