Zystisches Basalzellkarzinom

Letztmals aufdatiert: 2020-08-17

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Zystisches Basaliom.

Histologische Sonderform eines Basalzellkarzinoms.

Prädilektionsstellen: Lider, Wangen, Nase, Ohren

Hautfarbene, weich-palpable, glasige meist nur bis 0,5cm durchmessende Papel mit Teleangiektasien.

  • Anamnese (Risikofaktoren)
  • Klinik
  • Biopsie

Zystische und adenoide Strukturen, basaloide Tumorzellsträngen.

 

Therapie der 1. Wahl nach Lebwohl

Evidenzlevel

Kürettage und Elektrodesikkation

B

Chirurgische Exzision

B

Moh’s surgery (mikrographisch kontrolliert)

B

Kryotherapie

B

   

Therapie der 2. Wahl nach Lebwohl

 

Strahlentherapie

B

   

Therapie der 3. Wahl nach Lebwohl

 

Interferon intraläsional

B

Retinoide

D

Imiquimod

A

Photodynamische Therapie

A

5-Fluorouracil

A

CO² Laser

D

PEG-interleukin 2

D

NSAIDs

D

Ingenolmebutat

D

Vismodegib

A

Intraläsionale Interleukin Applikation

D

Systemische Chemotherapie

D

  • Operative Therapie

    ·         Exzision

  • Der Goldstandard der Basalzellkarzinom-Therapie.

    ·         Insbesondere infiltrativ wachsende und sklerodermiforme Basalzellkarzinome sollten chirurgisch exzidiert werden.

    ·         Bei inkompletter Resektion sollten eine Nachexzision- ausser in gut begründeten Fällen – erfolgen.

    ·         Heilungsrate ist vom Tumordurchmesser, vom histologischen Typ abhängig und vom Sicherheitsabstand.

 

BCC Ø < 2 cm

 

Infiltratives BCC

   

Sicherheitsabstand

3 mm

4-5 mm

3 mm

5 mm

13-15 mm

Wahrscheinlichkeit, dass Tumorreste bleiben

15%

5%

34%

18%

5%

Quelle: Hauschild, A. (2016). Langfassung der Leitlinie "Basalzellkarzinom der Haut". Awmf.org. Retrieved 30 May 2016, from http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-021.html

 

·         Eine mikrographische Kontrolle (Moh’s surgery) sollte an „Problemlokalisationen“ im Gesicht, bei Rezidivtumoren und abhängig vom histolog. Typ erfolgen. Rezidivrate: 2-12%. 

·         Kürettage mit/ohne Elektrodesikkation

  • Rezidivrate: 3-19%.

    ·         Kryotherapie

  • Vor allem bei superfiziellen Basaliomen.
  • Ästhetische Ergebnisse sind schlechter.
  • Heilungraten: 4-17%.

    ·         Lasertherapie

    ·         Photodynamische Therapie

  • Heilungsraten: 72-100%.

    ·         Imiquimod Creme 5 %  täglich 5x/Woche über insgesamt 6 Wochen.

    ·         Bei superfiziellen und bei Gorlin-Syndrom sinnvoll.

  • Heilungsrate: ca. 80-84% (bei superfiziellen Basaliomen).
  • 5-Fluorouracil (5% in Creme), topisch täglich für vier bis sechs Wochen angewendet werden

    ·         Nachteil: keine Kontrolle, ob Basaliom komplett entfernt wurde.

    ·         Heilungsrate: ca. 81% (bei superfiziellen Basaliomen).

  • Strahlentherapie

    ·         Sofern chirurgische (Nach-)Exzision nicht möglich ist.

    ·         Kontraindiziert: bei Gorlin-Syndrom.

    ·         Alleinige Strahlentherapie: 84-96% Remission.

    ·         Einzeldosen zwischen 2,0 und 3,0 Gy durchgeführt.

    ·         Gesamtdosen von 60 bis 70 Gy.

    ·         Patienten mit Basalzellkarzinom-Syndrom (Gorlin-Goltz) sollen nicht mit ionisierender Strahlung behandelt werden.

  • Hedgehog-Inhibitor (#Vismodegib)

    ·         Bei metastasierten Basalzellkarzinom ist die Anwendung indiziert.

  • Experimentelle Therapien

    ·         Intraläsionale Applikation von Dz13, einem  DNAzyme, welches die JUN mRNA ins Visier nimmt. 

    ·         Itraconazole hat in Einzelfällen erfolgreich den hedgehog signaling pathway unterbrochen.

  1. Clark CM, Furniss M, Mackay-Wiggan JM. Basal cell carcinoma: an evidence-based treatment update. Am J Clin Dermatol 2014;15:197-216.
  2. Kwasniak LA, Garcia-Zuazaga J. Basal cell carcinoma: evidence-based medicine and review of treatment modalities. Int J Dermatol 2011;50:645-58.
  3. 3.Hauschild, A. (2016). Langfassung der Leitlinie "Basalzellkarzinom der Haut". Awmf.org. Retrieved 30 May 2016, from http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-021.html