Macular Lymphocytic Arteritis (MLA)
Zuletzt aktualisiert: 2025-12-26
Autor(en): Navarini A.A.
ICD11: -
Zuletzt aktualisiert: 2025-12-26
Autor(en): Navarini A.A.
ICD11: -
Lymphozytäre Arteriitis; Lymphozytäre T-Zell-Vaskulitis; Lymphocytic thrombophilic arteritis; Hyaline arteriosklerose mit lymphozytärer Infiltration.
Seltene, chronisch verlaufende lymphozytäre Vaskulitis der kleinen und mittleren Arterien in der Dermis/Subkutis, die sich klinisch durch asymptomatische, hyperpigmentierte, netzartige Makulae oder Plaques an den unteren Extremitäten manifestiert. Histopathologisch gekennzeichnet durch lymphozytäre Entzündung und hyaline Wandveränderungen ohne relevante fibrinoide Nekrosen oder systemische Beteiligung.
Sehr selten. Hauptsächlich Frauen mittleren Alters betroffen (mittleres Erkrankungsalter ca. 40–60 Jahre). Nur Einzelfallberichte und kleine Fallserien dokumentiert. Wahrscheinlich unterdiagnostiziert.
Zur Gruppe der kutanen klein- bis mittelgroßgefäßigen Vaskulitiden gehörend. Als eigenständige Entität abgegrenzt von klassischer kutaner Polyarteriitis nodosa (cPAN) durch das Fehlen systemischer Symptome und neutrophiler Vaskulitiszeichen.
Unklar. Vermutet wird eine immunvermittelte, chronische Vaskulitisausprägung mit T-Zell-dominierter Infiltration. Assoziationen mit Gerinnungsstörungen, Autoimmunität (ANA-Positivität, SS-A/B), und malignen Erkrankungen wurden beschrieben, aber nicht konsistent belegt.
Vorwiegend untere Extremitäten (distal), seltener oberhalb der Knie. Einzelfälle an Armen oder Rumpf beschrieben.
Patient:innen berichten über allmählich entstandene Verfärbungen ohne Schmerzen, Pruritus oder systemische Beschwerden. Oft zufälliger Hautarztbefund.
Kleine bis mittelgroße Arterien mit hyaliner Verdickung und perivaskulärer lymphozytärer Infiltration. Keine fibrinoide Nekrose, keine Leukozytoklasie. Gelegentlich thrombotisches Material intraluminal. Keine relevante Epidermisbeteiligung.
Gutartig. Chronisch persistierender Verlauf mit kosmetischer Relevanz. Bisher keine systemischen Progressionen bekannt.
Keine Primärprävention bekannt. Früherkennung durch gezielte Histologie bei atypischer Livedo-artiger Hyperpigmentierung.
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