Wolhynisches Fieber (Febris quintana)

Letztmals aufdatiert: 2019-03-15

Autor(en): -

  • His 1916.
  • Werner und Haenssler 1916.

Febris quintana, His-Werner-Krankheit.

Durch Bartonella quintana ausgelöste Infektionskrankheit mit teils rezidiverenden Fieberschüben.

  • Epidemien während des 1. und 2. Weltkriegs (Landschaft in der heutigen nordwestlichen Ukraine).
  • Die Krankheit tritt bei schlechter Hygiene auf (bei Obdachlosen oder in ärmeren Ländern).
  • Erreger: Bartonella quintana.
  • Transmission: Über Läuse.
  • Mensch zu Mensch.
  • Inkubationszeit: 1–3 Wochen.
  • Morbilliformes Exanthem.
  • Reduzierter Allgemeinzustand, febrile Temperaturen (sowohl einmalig, aber rezidivierend möglich).
  • 5-tägige Schienbeinschmerzen.
  • Anamese
  • Klinik
  • Blutkultur
  • Weil-Felix-Reaktion

Behandlung der Läuseinfektion.

  • Doxycyclin p.o. 2 x 100 mg tgl. über 4–6 Wochen.

 

  • Merke: Bei asymptomatischen Trägern können die Bakterien für Jahre im Blut zirkulieren, weshalb eine Blutspende kontraindiziert ist.
  1. Meyer H. [Wolhynia fever following blood transfusions in an infancy]. Kinderarztl Prax 1950;18:240-2.
  2. Bredemann W. [Neurological complications and secondary diseases to spotted fever and Wolhynia fever]. Arztl Wochensch 1954;9:999-1004.