Lichturtikaria

Letztmals aufdatiert: 2019-03-15

Autor(en): -

Merklen 1904

Urticaria solaris, Sonnenurtikaria, photoallergische Urtikaria, solare Urtikaria

Urtikariaform, welche durch UV- Strahlen (von Infrarot bis UVC) ausgelöst werden kann.

UV-Strahlung (von kurzwelligen IR bis langwelligen UVC-Strahlen) ist der Auslöser. Fast alle Patienten reagieren auf sichtbares Licht. Eine Vorstufe des Allergens (Chromophor) absorbiert einfallende UV-Strahlung und wird zu dem Photoallergen. Durch spezifisches IgE kommt es im Verlauf zur Histamin-Ausschüttung und zur Ausprägung von Urtikaria.

Urtikaria im Bereich UV-exponierten Stellen. In seltenen Fällen kann es zu einem Quincke-Ödem und einer anaphylaktischen Reaktion kommen.

Anamnese

Klinisches Bild

Photoprovokations-Testung (UVA, -B, -C, IR, sichtbares Licht) mit Bestimmung der minimalen Urtikaria Dosis (MUD)

Serumfaktor-Test (nicht für den klinischen Alltag verwendet 

Bei Ganzkörperexposition sind anaphylaktische Reaktionen beschrieben.

UV-Schutz

Chronisch.

Light hardening: Der Gewöhnungseffekt hält meist nur wenige Tage an.

Photochemotherapie: 

  • PUVA-Therapie

Prednisolon ca. 0,5-1 mg / kg KG 1x tgl., schnell ausschleichend.

Antihistaminika z.B. Xyzal 5 mg 1x tgl.

Ciclosporin 3-5mg /kg KG kurzzeitig.