Artefakte

Letztmals aufdatiert: 2020-08-13

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Dermatitis artefacta, Dermatitis factitia, Pathomimie, Automutilation, hysterische Hautgangrän, self inflicted skin injuries.

Selbstinduzierte Hautläsionen aufgrund einer psychischen Störung.

  • Zum grössten Teil Frauen
  • 2% aller Patienten in der dermatologischen Praxis
  • Altersgipfel 20.-40. Lebensjahr
  • Simulationen: Bewusst verursachte Hautläsionen, um bestimmte Vorteile zu erlangen, also sekundärer Krankheitsgewinn (Krankschreibung, Mitleid)
  • Z.B.: Münchhausen-Syndrom
  • Paraartefakte: Selbstverletzungen, ohne Täuschungsabsicht, aufgrund von psychischer Erkrankung
  • Echte Artefakte: Entstehen durch einen progressive, innere Spannung, welche durch eine Hautmanipulation getilgt wird

Unterschiedliche psychische Störungen.

Nur Hautlokalisationen, welche durch die Hände gut erreichbar sind, sind betroffen. Es gibt meist eine Seitenpräferenz (immer den Patienten fragen, ob er Rechts- oder Linkshänder ist). Meist erfolgen die Manipulationen auf der jeweils kontralateralen Seite. Primäreffloreszenzen sind nicht sichtbar. Sowohl Hände, Nägel, Messer oder auch toxische Substanzen können verwendet werden.

Ausschlussdiagnosen.

  • Zinkleimverbände bzw. andere Okklusivverbände
  • Psychotherapie
  1. Koblenzer CS. NEUROTIC EXCORIATIONS AND DERMATITIS ARTEFACTA. Dermatologic Clinics 1996;14:447-56.